Hufrehe im Winter – die unterschätzte Rehezeit
Warum der Winter für reheanfällige Pferde heikel ist – und was Sie tun können
Ja. Hufrehe ist kein reines Frühlingsproblem. Im Grunde sind es drei Faktoren, die zur Winterrehe beitragen können: weniger Bewegung, mehr energiereiches Futter – und Kälte, die die Durchblutung der Hufe beeinflusst. Dazu kommt die Umstellung der Darmflora von frischem Gras auf Heu. Wer im Winter bewusst hinschaut – auf Gangbild, Hufwärme, Fütterung und Bewegung –, legt den Grundstein für ein stabiles Hufjahr.
- Hufrehe ist kein reines Frühlingsproblem – auch der Winter ist für reheanfällige Pferde eine sensible Phase, die oft unterschätzt wird.
- Kälte verändert die Durchblutung der Hufe, weniger Bewegung bremst den Stoffwechsel, und Heu kann Zucker- und Fruktanwerte enthalten, die unterschätzt werden.
- Dazu kommt die Darmflora-Umstellung: Das Mikrobiom muss sich von frischem Gras auf Heu umstellen – in dieser Übergangszeit ist gezielte Unterstützung besonders sinnvoll.
- Wer im Winter bewusst hinschaut – auf Gangbild, Hufwärme, Fütterung und Bewegung –, legt den Grundstein für ein stabiles Hufjahr.
Wenn die Umstellung von Gras auf Heu ansteht. In dieser Übergangsphase ist das Darmmilieu instabiler. Wir begleiten die Darmflora mit dem Entero Clean Duo Aktiv – Entero Clean Liquid und Entero Clean Basic in einem Set, sechs Wochen kurweise. Surf and Turf läuft dabei immer mit. Wer es noch nicht füttert, nimmt das VetLine Starter-Set Pferd – darin ist beides.
Wenn Ihr Pferd im Winter vorsichtiger läuft oder nach langem Stehen steif ist. Mehrere Zeichen zusammen – besonders bei bekanntem Risikofaktor – immer tierärztlich abklären lassen. Für Pferde, die zu klammem, steifem Gang neigen, haben wir Nehls easy tasty Huf Spezial. Wo wir bei Ihrem Pferd anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826.
Wenn es jeden Winter wiederkommt. Wiederkehrende Schübe im Herbst oder Winter deuten auf tiefer liegende Zusammenhänge hin – Stoffwechsel, Darmflora, Leber, Hormonsystem. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" ist für uns der Ausgangspunkt für einen individuellen Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.) Für die längerfristige Begleitung rund um Huf und Bewegungsapparat: das Huf-Kombi-Set.
Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Bei akutem Reheschub gilt: erst Tierarzt, dann alles andere.
Warum die kalte Jahreszeit unterschätzt wird
Wenn es um Hufrehe geht, denken viele Pferdehalter spontan an Frühlingstage, junges Gras und reichlich Sonne. In unseren Beratungen im Tierheilkundezentrum Nehls zeigt sich aber seit vielen Jahren ein anderes Bild: Die kalte Jahreszeit ist oft mindestens genauso sensibel – manchmal sogar kritischer.
Genau dann, wenn die Weiden schließen, das Leben „nach innen" rutscht und der Alltag ruhiger wirkt, geraten manche Pferde im Hintergrund aus der Balance. Wer Hufrehe nur als „Frühlingsproblem" betrachtet, übersieht leicht, was der Winter im Organismus eines Pferdes alles in Bewegung bringt.
Warum der Winter für reheanfällige Pferde so heikel ist
Mit dem ersten Frost verändert sich der Alltag vieler Pferde grundlegend: Die Weiden sind geschlossen oder nur noch stundenweise offen, Böden werden rutschig oder hartgefroren, Training fällt häufiger aus. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf des Körpers, weil Wärme erhalten werden muss.
In der Praxis erleben wir häufig folgendes Bild: Ein Pferd, das über den Sommer stabil wirkte, wird im Winter „anders", ohne dass sofort klar ist, warum. Es wirkt vorsichtiger, steifer oder insgesamt weniger gelöst. Das sind oft feine Signale, die man nur bemerkt, wenn man sein Pferd gut kennt.
Kälte, Durchblutung und Huf – was dabei passiert
Der Körper reagiert auf Kälte, indem er die Durchblutung stärker in die Körpermitte verlagert – das schützt lebenswichtige Organe. Blutgefäße in den Gliedmaßen können sich verengen, spezielle Gefäßverbindungen leiten Blut an den feineren Kapillaren vorbei. Dadurch erreicht weniger sauerstoffreiches Blut die Hufstrukturen.
Für empfindliche Pferde – bei denen bereits Stoffwechselthemen wie Insulinresistenz, EMS oder PPID bestehen, oder die frühere Reheepisoden hatten – kann das eine zusätzliche Belastung darstellen. Für uns als naturheilkundlich arbeitendes Team bedeutet das: Kälte ist keine Nebensache, sondern ein relevanter Faktor im Gesamtbild.
Zucker und Fruktan im Heu – die unterschätzte Winterfalle
Die zweite große Winterfalle liegt im Trog. Viele Halter sind beim Anweiden im Frühjahr sehr vorsichtig – während Futter im Herbst und Winter oft „nebenbei" läuft. Dabei kann auch Heu Zucker- und Fruktanwerte aufweisen, die für reheanfällige Pferde relevant sind.
Kritisch sind vor allem Phasen mit sonnigen Tagen nach Frostnächten: Pflanzen können tagsüber Fruktan einlagern, während niedrige Temperaturen nachts das Wachstum bremsen. Das gilt nicht nur für Weide – auch getrocknetes Heu aus solchen Phasen kann erhöhte Werte zeigen.
Die Darmflora-Umstellung im Herbst – ein oft übersehener Faktor
Unsere Pferde bekommen im Winter anderes Futter. Das Mikrobiom – der riesige Bakterienmix im Verdauungstrakt – ist frisches Gras, Kräuter und sommerliche Strukturpflanzen gewöhnt. Wenn es plötzlich auf Heu umstellen muss, sind viele Bakterienstämme schlicht nicht darauf vorbereitet. Ein großer Teil stirbt ab, die Stämme für Winternahrung müssen erst nachwachsen.
In dieser Übergangsphase ist das Darmmilieu instabiler – und das betrifft direkt den Stoffwechsel und damit die Hufgesundheit. Gezielte Unterstützung der Darmflora in dieser Phase ist aus unserer Sicht deshalb besonders sinnvoll.
- Pferde mit EMS, Insulinresistenz oder PPID (Cushing)
- Übergewichtige Pferde und Ponys
- Pferde mit früheren Reheepisoden
- Pferde, bei denen sich Bewegung im Winter deutlich reduziert
- Pferde auf Heu aus Hochleistungswiesen ohne Analyse
Feine Frühwarnsignale im Winter
Hufe geben häufig Hinweise, lange bevor ein dramatisches Bild entsteht. Viele Halter berichten im Winter, dass ihr Pferd auf kalten, harten Böden vorsichtiger läuft, häufiger umdisponiert, empfindlicher beim Hufegeben ist oder insgesamt weniger gelöst wirkt.
- Vorsichtigerer Gang auf hartem oder gefrorenem Boden
- Steifigkeit nach langen Standphasen, die sich nach Bewegung bessert
- Hufwärme im Seitenvergleich – Vorderhufe wärmer als Hinterhufe
- Leicht tastbare Pulsation an der Zehenarterie
Kein einzelnes Zeichen beweist Hufrehe. Mehrere Zeichen zusammen – besonders bei bekanntem Risikofaktor – immer tierärztlich abklären lassen. Alle Frühzeichen und die Anleitung zum Tasten der Pulsation: Hufrehe-Symptome erkennen.
Was Sie im Winter konkret tun können
Der wichtigste Partner Ihres Pferdes sind Sie selbst. Ein paar konkrete Bausteine:
- Heuqualität prüfen: Eine LUFA-Heuanalyse schafft Klarheit. Zielwert NSC unter 10 % in der Trockenmasse. Heu aus späteren Schnitten enthält tendenziell weniger Zucker.
- Kraftfutter kritisch bewerten: Wenn Bewegung im Winter abnimmt, aber die Energiezufuhr gleich bleibt, entsteht ein Ungleichgewicht. Energiereiche Rationen bei Risikopferden reduzieren.
- Bewegung beibehalten: Auch im Winter – tägliche moderate Bewegung, selbst wenn es nur Schrittarbeit von 20–30 Minuten ist. Hufmechanik und Durchblutung brauchen Bewegungsreize.
- Darmflora unterstützen: In der Umstellungsphase von Gras auf Heu ist das Mikrobiom unter Druck. Gezielte Unterstützung in dieser Zeit ist besonders sinnvoll.
- Hufpflege nicht aufschieben: Kurze Intervalle bleiben auch im Winter wichtig. Der Untergrund (Matsch, Eis, harter Boden) fordert den Huf zusätzlich.
- Beobachtung schärfen: Morgendliches Gangbild, Hufwärme, Pulsation – im Winter täglich im Blick behalten.
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Was ein Rehepferd fressen darf, wie viel Heu, ob Heu wässern sinnvoll ist, wie Weidemanagement funktioniert – und warum manche Pferde trotz strenger Diät immer wieder Schübe bekommen, das alles haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst. → Fütterung bei Hufrehe – was wirklich hilft und was nicht
Unsicher, wie Sie Ihr Pferd durch den Winter bringen? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Fütterung und Lage Ihres Pferdes – telefonisch unter 05642 988 8826.
Häufige Fragen zur Hufrehe im Winter
Unsere Produkte zum Thema Hufrehe im Winter
Entero Clean Liquid und Entero Clean Basic in einem Set – zur Begleitung der Darmflora in der Umstellung von Gras auf Heu, sechs Wochen kurweise.
→ Zum SetNaturbelassene Kräutermischung zur täglichen Fütterungsbegleitung bei empfindlichen Pferden – besonders in der Übergangszeit Herbst/Winter, ohne synthetische Zusätze.
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→ Zum SetImmer wieder im Winter Probleme mit dem Huf?
Wiederkehrende Schübe im Herbst oder Winter deuten auf tiefer liegende Zusammenhänge hin – Stoffwechsel, Darmflora, Leber, Hormonsystem. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" macht sichtbar, was individuell aus dem Gleichgewicht geraten ist. Ausgewertet von Tatjana Siebert und unserem Team. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Lieber zuerst reden? Im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826.
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →- → Hufrehe beim Pferd: vollständiger Ratgeber mit Notfallhilfe
- → Hufrehe-Symptome erkennen und einordnen
- → Fütterung bei Hufrehe – was wirklich hilft und was nicht
- → Hufrehe – mehr als Zucker und Gras: warum Schübe wiederkommen
- → Anweiden im Frühjahr – Risiken und sicheres Weidemanagement
Alle weiteren Hufrehe-Themen finden Sie in der Themenübersicht am Seitenanfang.
