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Fütterung bei Atemwegsproblemen beim Pferd

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Atemwege-Cluster Pferd

Fütterung bei Atemwegsproblemen beim Pferd

Was wirklich hilft, was schadet – und welche Nährstoffe die Lunge unterstützen können.

Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber entstand im Tierheilkundezentrum Nehls aus der täglichen Praxisarbeit – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Pferden und wurde durch unser Beratungsteam mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) redaktionell aufbereitet.
Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Mitarbeit an unseren Rezepturen sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen. Darüber hinaus begleitet sie die allgemeine Kundenbetreuung bei medizinischen Spezialfällen.
Zur Person:
Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Wissenschaftliche Mitarbeit an den THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage sind zwei Jahrzehnte praktische Begleitung von Pferden in der Naturheilkunde. Unsere Erfahrung: Der größte Hebel liegt in der Fütterung, nicht in den Kräutern.
Stand: 10. Juni 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.

Dieser Artikel ist Teil unseres Cluster „Atemwege beim Pferd". Den thematischen Überblick mit allen Themen finden Sie im Pillar-Artikel Atemwege beim Pferd.

Kurz erklärt

Fütterung bei Atemwegsproblemen beginnt nicht mit Kräutern – sie beginnt mit dem Heu. Staubarmes, qualitativ hochwertiges Raufutter (gewässert oder bedampft), kein Getreide in der akuten Phase, Kraftfutter anfeuchten, Fressen vom Boden. Ergänzend können kaltgepresste Pflanzensamenöle mit Gamma-Linolensäure (GLA) – wie Nachtkerzenöl und Schwarzkümmelöl – die Atemwegsfunktion fütterungsbezogen unterstützen. Bronchialkräuter ohne immunstimulierende Bestandteile (kein Echinacea) können begleiten.

Warum Fütterung bei Atemwegsproblemen so entscheidend ist

Medikamente können akute Symptome lindern. Kräuter können begleiten. Aber beides verliert seine Wirkung, wenn das Grundproblem weiter besteht: das tägliche Einatmen von Staubpartikeln, Schimmelsporen und Allergenen aus dem Futter.

Studien zeigen: Schlechtes Heu enthält bis zu zwölfmal mehr Staub als gutes Heu – und selbst gutes Heu enthält noch sechsmal mehr Staub als Heulage. Die Lunge eines Atemwegspferdes steht täglich unter Beschuss. Ohne Fütterungsoptimierung ist keine nachhaltige Verbesserung möglich.

Gleichzeitig gibt es Nährstoffe, die aktiv auf die Entzündungssituation in den Atemwegen einwirken können. Dieser Artikel führt durch alle relevanten Fütterungsebenen – vom Heu bis zum Öl, vom Kraftfutter bis zu den Bronchialkräutern.

Was wir aus 26 Jahren Praxis sehen: Die meisten Halter sind bereit, in teure Bronchialkräuter zu investieren – aber das Heu wird weiter trocken aus der Raufe gefressen. Das ist die falsche Reihenfolge. Oft sind es die kleinen Dinge in der täglichen Fütterung – wie Heunetze auf Bodenhöhe oder ein Schuss Wasser über das Kraftfutter –, die zusammen mehr bewirken als jede Hochdosis-Kräutermischung.

Ebene 1 – Heu: die wichtigste Stellschraube

Heu ist das Grundnahrungsmittel des Pferdes und gleichzeitig die größte Staubquelle im Stall. Selbst hochwertiges Heu enthält Schimmelpilzsporen, Bakterien und lungengängige Partikel – das lässt sich nicht vermeiden, nur reduzieren.

Heuqualität – was zählt wirklich?

Nicht jedes Heu ist gleich. Ein mikrobiologisch belastetes Heu erkennt man nicht immer mit dem Auge. Entscheidend sind Ernte- und Lagerbedingungen: Heu, das bei der Ballenherstellung zu feucht war, begünstigt Schimmelwachstum. Rundballen, die tagelang in einer Raufe liegen, sind besonders problematisch – das Pferd steckt die Nase direkt in das keimbelastete Material.

Niemals schimmeliges Heu verfüttern

Auch wenn die sichtbar befallene Stelle entfernt wurde – die Sporen sind bereits im gesamten Ballen verteilt. Das gilt auch für Heulage. Schimmelsporen können die asthmatische Reaktion massiv verstärken.

Fressen vom Boden – nicht von oben

Die Fressposition hat direkte Auswirkungen auf die Atemwege. Pferde sind von Natur aus Bodenfresser – mit dem Kopf nach unten kann Schleim aus den Atemwegen abfließen. Heunetze über Kopfhöhe sind für Atemwegspferde ungünstig: Sie erhöhen die Staubbelastung direkt in der Atemzone und behindern den natürlichen Schleimabfluss. Wenn Heunetze eingesetzt werden, immer bodennah positionieren.

Heu wässern oder bedampfen?

Für Atemwegspferde gilt: kein trockenes Heu. Wässern reduziert lungengängige Partikel um bis zu 90 %, Bedampfen tötet zusätzlich Schimmelsporen und Bakterien ab. Welche Methode passt, hängt vom Einzelfall ab – ausführlich erklärt im Artikel Heustaub reduzieren.

Heulage – keine pauschale Lösung

Heulage ist deutlich staubärmer als Heu und wird deshalb häufig empfohlen. Aus unserer Praxis: Viele Pferde – besonders solche mit empfindlicher Verdauung – vertragen Heulage nicht gut. Blähungen, Kotwasser und Verdauungsprobleme sind häufige Folgen. Die Umstellung sollte immer langsam und unter Beobachtung erfolgen.

Ebene 2 – Kraftfutter: anfeuchten und entstauben

Kraftfutter kann erheblich zur Staubbelastung beitragen – je nach Zustand des Getreides und der Verarbeitungsform. Für Atemwegspferde gelten folgende Grundregeln:

  • Pelletiertes Kraftfutter bevorzugen – es staubt deutlich weniger als Schrot oder gequetschter Hafer
  • Kraftfutter immer anfeuchten – ein Schuss Wasser vor der Fütterung bindet Staubpartikel wirkungsvoll
  • Öl über das Futter – 1–3 % Pflanzenöl über das Kraftfutter bindet Staub und liefert gleichzeitig wertvolle Fettsäuren
  • Heu nicht im Stall zerteilen – beim Aufschütteln von Heu in der Stallgasse entstehen Staubwolken, die sich bis zu 100 Minuten in der Luft halten
THZ-Praxishinweis

Getreidereiche Rationen erhöhen den Ammoniakgehalt im Stall. Weniger Getreide bedeutet weniger Ammoniak – und das entlastet die Atemwege zusätzlich. Bei akutem Equinem Asthma empfehlen wir, Getreide zunächst vollständig wegzulassen und den Energiebedarf über hochwertige Raufutterqualität und Öle zu decken.

Aus unserer Praxis

Nehls Pferdefutter Atemwege

Staubarm und allergenreduziert, mit Bronchialkräutern. Entwickelt für Pferde mit chronischen Atemwegsproblemen.

→ Mehr zum Pferdefutter Atemwege

Ebene 3 – Öle: die unterschätzte Komponente

Öle sind in der Pferdefütterung weit mehr als Kalorienlieferanten. Bestimmte Pflanzensamenöle enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die im Stoffwechsel eine Rolle bei Entzündungsprozessen spielen – das ist sowohl in der Humanmedizin als auch in der Pferdepraxis seit Langem Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung.

Welche Fettsäuren sind bei Atemwegspferden relevant?

Im Zusammenhang mit den Atemwegen werden vor allem zwei Fettsäurefamilien diskutiert:

  • Gamma-Linolensäure (GLA) – eine Omega-6-Fettsäure, die vor allem in Nachtkerzenöl, Borretschöl und Schwarzkümmelöl vorkommt. Sie ist Vorstufe entzündungsmodulierender Botenstoffe.
  • Alpha-Linolensäure (ALA) – eine Omega-3-Fettsäure aus pflanzlichen Quellen wie Leinsamen. Der Körper wandelt ALA teilweise in die aktiven Omega-3-Formen EPA und DHA um – bei Pferden allerdings nur zu einem geringen Anteil.
  • EPA und DHA – langkettige Omega-3-Fettsäuren, die direkt bioaktiv sind. Sie kommen hauptsächlich in marinen Quellen wie Algen- oder Fischöl vor.
Forschungsstand Omega-3 bei Equinem Asthma (Nogradi et al., 2015)

In einer Studie an Pferden mit chronischer Entzündung der unteren Atemwege erhielten zwei Gruppen eine staubarme Haltung und Fütterung. Eine Gruppe bekam zusätzlich Omega-3-Fettsäuren aus marinen Quellen. In der Omega-3-Gruppe reduzierten sich Husten-Score und Entzündungszellen in der Lungenspülprobe deutlich stärker als in der Kontrollgruppe. Die Studie zeigt: Langkettige Omega-3-Fettsäuren haben bei Atemwegspferden einen dokumentierten Einfluss – auch wenn die praktische Umsetzung beim Pferd durch die Akzeptanz der Öle nicht immer einfach ist.

Nachtkerzenöl und Schwarzkümmelöl – unsere Empfehlung für Atemwegspferde

Besonders bewährt in der Atemwegs-Praxis haben sich kaltgepresste Pflanzensamenöle mit hohem Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA). Nachtkerzenöl enthält rund 9–10 % GLA und wird wissenschaftlich im Zusammenhang mit entzündungsmodulierenden Prozessen untersucht. Schwarzkümmelöl liefert zusätzlich den charakteristischen Bestandteil Thymochinon und mehrfach ungesättigte essenzielle Fettsäuren – es wird seit den 1980er Jahren bei Pferden mit Atemwegsproblemen eingesetzt.

Aus der Beratung: Eine Halterin hatte ein Jahr lang mit Hustenkräutern und Inhalationen probiert, der Husten blieb. Auf unsere Empfehlung hin kombinierte sie konsequent Heu wässern mit täglich 30 ml Schwarzkümmelöl. Nach acht Wochen war der morgendliche Reizhusten deutlich seltener, nach drei Monaten kaum noch zu hören. Solche Verläufe sind keine Garantie – aber sie sind kein Einzelfall, wenn die Reihenfolge stimmt.

Aus unserer Praxis – unsere Hauptempfehlung für Atemwegspferde

Nehls Schwarzkümmel & Nachtkerzenöl (Bio-Qualität, nativ)

Die Kombination aus kaltgepresstem Schwarzkümmelöl und Nachtkerzenöl in Bio-Qualität – reich an Gamma-Linolensäure (GLA) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Tägliche Zufütterung über das Kraftfutter oder direkt über das Futter. Auch bei Hautthemen und Fellwechsel bewährt.

→ Mehr zum Nehls Schwarzkümmel & Nachtkerzenöl

Leinsamen – die klassische ALA-Quelle

Leinsamen enthalten über 50 % Alpha-Linolensäure und sind eine gute tägliche Omega-3-Basis. Wichtig zu wissen: Pferde wandeln ALA nur zu etwa 5–10 % in die aktiven Formen EPA und DHA um. Leinsamen sind deshalb eine solide Basiszufuhr, aber in ihrer Umwandlungseffizienz begrenzt. Kombiniert mit einem GLA-reichen Öl entsteht ein ausgewogenes Fettsäureprofil.

Aus unserer Praxis – die tägliche Leinsamen-Quelle

Nehls Leinsamen-Leckerlis

Als tägliche Leinsamenzufuhr bewährt – mit hohem Omega-3-Anteil als ALA. Von Pferden sehr gut akzeptiert, einfach in der täglichen Fütterung, auch als Belohnung einsetzbar. Ideal als Ergänzung zu einem GLA-reichen Öl.

→ Mehr zu den Nehls Leinsamen-Leckerlis

Was ist mit Algen- und Fischöl?

Algenöl und Fischöl liefern EPA und DHA direkt in bioaktiver Form. Das ist aus fachlicher Sicht die effizienteste Zufuhr. In der Praxis gibt es allerdings Hürden: Fischöl wird von vielen Pferden schlecht akzeptiert, und die Produktqualität variiert erheblich. Wer marine Omega-3-Quellen einsetzen möchte, sollte auf Bio-Qualität und kurze Haltbarkeit achten – diese Öle oxidieren sehr schnell.

Weitere Öle im Kontext der Pferdefütterung

Neben den speziell für Atemwege eingesetzten Ölen gibt es weitere Öle, die in der Pferdefütterung eine Rolle spielen:

  • Weizenkeimöl – besonders reich an natürlichem Vitamin E, einem fettlöslichen Antioxidans, das im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen immer wieder wissenschaftlich untersucht wird
  • Sonnenblumenöl – als Energielieferant und Trägeröl für fettlösliche Vitamine
Praxistipp Lagerung

Kaltgepresste Öle oxidieren schnell. Nur Öle in lichtdichten Behältern (braune Glasflaschen) verwenden, kühl lagern, angebrochene Flaschen zügig aufbrauchen. Ranziges Öl schadet mehr als es nützt. Und: Pferde langsam an die Ölfütterung gewöhnen – nicht mehr als 1 g pro kg Körpergewicht pro Tag, verteilt auf mehrere Mahlzeiten.

Ebene 4 – Bronchialkräuter: was wirklich begleiten kann

Hustenkräuter ohne gleichzeitige Haltungs- und Fütterungsoptimierung haben keinen relevanten Einfluss auf chronische Atemwegserkrankungen. Das ist wissenschaftlicher Konsens. Mit konsequenter Staubreduktion und Fütterungsanpassung können Bronchialkräuter jedoch sinnvoll ergänzen.

Bewährte Kräuter für die Atemwege des Pferdes: Thymian, Spitzwegerich, Eibischwurzel, Anis, Fenchel, Königskerze, Eukalyptus, Schlüsselblume, Süßholzwurzel. Diese Kräuter unterstützen fütterungsbezogen die Selbstreinigung der Bronchien und können schleimhautpflegend wirken.

Was wir aus der Beratung immer wieder erleben: Wer Kräuter einsetzt, ohne vorher den Staub zu reduzieren, sieht kaum dauerhafte Effekte. Wer beides kombiniert, kommt in den meisten Fällen weiter. Ehrlich gesagt: Wir haben in 26 Jahren keinen einzigen Fall erlebt, in dem Bronchialkräuter alleine ein chronisches Atemwegsproblem stabil reguliert hätten – immer war die Haltungs- und Fütterungsoptimierung der wichtigste Hebel.

Kein Echinacea, keine Immunbooster bei allergischem Equinem Asthma

Echinacea (Sonnenhut), Mistel, Holunder, Taigawurzel und ähnliche immunstimulierende Kräuter sind bei allergisch bedingtem Equinem Asthma kontraindiziert. Sie können den allergischen Prozess verstärken. Viele handelsübliche Bronchialkräuter-Mischungen enthalten Echinacea – das ist für Atemwegsallergiker der falsche Weg. Im THZ setzen wir konsequent auf Bronchialkräuter ohne immunstimulierende Bestandteile.

Aus unserer Praxis – meistverkaufte Kombination

Nehls Broncho-Fit & Nehls Broncho-Elexier

Broncho-Fit (getrocknete Kräuter) und Broncho-Elexier (flüssig) enthalten Eukalyptus, Anis, Fenchel, Thymian und Weißdorn – ohne immunstimulierende Bestandteile. Entwickelt aus 26 Jahren Praxiserfahrung.

→ Broncho-Fit · → Broncho-Elexier

Ebene 5 – Weitere Nährstoffe mit Atemwegsbezug

Vitamin A

Vitamin A ist unverzichtbar für gesunde Schleimhäute im Atemtrakt. In der Regel ausreichend über Weidegras, Heu und Möhren versorgt – bei reiner Heufütterung ohne Weidegang kann ein Mineralfutter mit Vitamin A sinnvoll sein.

Vitamin C und Vitamin E

Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E können entzündliche Prozesse in der Lunge unterstützend begleiten. Die Forschungslage ist noch nicht abschließend, aber es gibt Hinweise auf positive Effekte bei Atemwegspferden – besonders Vitamin E zusammen mit mehrfach ungesättigten Ölen.

Kieselsäure

Kieselsäurehaltige Pflanzen wie Schachtelhalm und Spitzwegerich werden traditionell zur Unterstützung der Stabilität von Lungengewebe und Schleimhäuten eingesetzt. Spitzwegerich ist gleichzeitig ein anerkanntes Bronchialkraut.

Eiweiß und Ammoniak

Zu viel Eiweiß in der Ration erhöht die Ammoniakproduktion – und Ammoniak ist einer der Hauptauslöser für Reizungen der Atemwegschleimhäute. Bei Atemwegspferden deshalb auf eine bedarfsgerechte, nicht übermäßige Eiweißversorgung achten.

Fütterungsplan Atemwegspferd – auf einen Blick

Bereich Empfehlung Meiden
Raufutter Hochwertiges Heu gewässert/bedampft; Fütterung vom Boden Trockenes Heu, Rundballen in Raufe, schimmeliges Heu
Kraftfutter Pellets, angefeuchtet; mit Öl entstauben Staubiges Getreide, trockene Schrot-Rationen
Öle (GLA-reich) Nachtkerzenöl, Schwarzkümmelöl (kaltgepresst) Ranziges Öl, Supermarkt-Speiseöle, Raffinatöle
Leinsamen Täglich als ALA-Basis Überdosierung (max. 1 g Öl pro kg KGW/Tag)
Kräuter Thymian, Spitzwegerich, Eibisch, Anis, Fenchel, Königskerze Echinacea, Mistel, Sonnenhut, Taigawurzel (bei Allergikern!)
Nährstoffe Vitamin A, C, E; Kieselsäure; bedarfsgerechtes Eiweiß Eiweißüberschuss (Ammoniakbildung)
Fressposition Vom Boden oder bodennahem Heunetz Heuraufen oder Netze über Kopfhöhe

Welche Fütterung passt zu Ihrem Pferd?

Kein Atemwegspferd ist wie das andere. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" macht individuelle Belastungsfaktoren sichtbar – für eine Fütterungsempfehlung, die wirklich passt. Ausgewertet von Tatjana Siebert und unserem Team. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →

Häufige Fragen zur Fütterung bei Atemwegsproblemen

Welches Heu ist am besten für Pferde mit Equinem Asthma?
Hochwertiges Heu, das trocken gelagert, früh geerntet und gut durchgelüftet ist. Für Atemwegspferde immer gewässert (10–20 Minuten vollständig untergetaucht) oder mit einem Hochtemperatur-Bedampfer behandelt. Rundballen, die tagelang in Raufen liegen, sind für Atemwegspferde ungünstig – die Kontaktzeit mit dem keimbelasteten Material ist zu lang.
Welches Öl ist am besten für Pferde mit Atemwegsproblemen?
Kaltgepresste Pflanzensamenöle mit hohem Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA) haben sich in der Praxis bei Atemwegspferden bewährt – allen voran Nachtkerzenöl und Schwarzkümmelöl. Leinsamen bzw. Leinsamen-Leckerlis liefern zusätzlich Alpha-Linolensäure (ALA) als Omega-3-Basis. Wichtig: immer Bio-Qualität und kaltgepresst, in lichtgeschützten Flaschen, kühl lagern, zügig verbrauchen.
Reicht Leinöl bei Atemwegsproblemen beim Pferd?
Leinöl bzw. Leinsamen enthält Omega-3 als ALA – Pferde wandeln ALA aber nur zu etwa 5–10 % in die aktiv wirksamen Formen EPA und DHA um. Leinsamen sind eine gute Basiszufuhr, aber in ihrer Umwandlungseffizienz begrenzt. Eine Kombination mit einem GLA-reichen Öl wie Nachtkerzenöl oder Schwarzkümmelöl ergibt ein ausgewogeneres Fettsäureprofil.
Darf man einem Pferd mit Equinem Asthma Echinacea geben?
Nein – bei allergisch bedingtem Equinem Asthma ist Echinacea kontraindiziert. Immunstimulierende Kräuter können den allergischen Prozess verstärken. Das gilt auch für Mistel, Sonnenhut und Taigawurzel. Stattdessen bewährte Bronchialkräuter ohne immunstimulierende Bestandteile einsetzen: Thymian, Anis, Fenchel, Eibisch, Spitzwegerich, Königskerze.
Warum soll man das Pferd vom Boden fressen lassen?
Pferde sind natürliche Bodenfresser. Bei tiefgehaltener Kopf-Hals-Haltung kann Schleim aus den Atemwegen besser abfließen. Heuraufen oder Heunetze über Kopfhöhe erhöhen die Staubbelastung direkt in der Atemzone und behindern den Schleimabfluss – für Atemwegspferde doppelt nachteilig.
Wie lange muss man Fütterungsumstellungen durchhalten?
Bei chronischen Atemwegserkrankungen ist die Fütterungsoptimierung keine Kur auf Zeit – sie ist dauerhaft. Die Atemwege eines Atemwegspferdes sind lebenslang überempfindlich. Erste Verbesserungen sind meist nach 2–4 Wochen spürbar, eine stabile Verbesserung zeigt sich nach 2–3 Monaten. Ohne Konsequenz fallen Pferde schnell zurück.
Was tun, wenn das ganze Heu im Stall staubt, nicht nur das des eigenen Pferdes?
Das ist eine der schwierigsten Situationen für Atemwegspferde in Gemeinschaftsställen. Wichtigste Maßnahmen: das eigene Pferd beim Ausmisten und beim Heufüttern der anderen Pferde aus dem Stall nehmen, Heustaub-Stopp auf Einstreu und eigenes Heu sprühen, mit dem Stallbetreiber über entstaubte Einstreu und Heubehandlung sprechen. In schweren Fällen kann ein Stallwechsel notwendig sein.
Persönliche Beratung
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa (angehende THP) und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) beantworten Ihre/Eure Fragen zu Atemwegsfütterung, Ölen, Kräutern und zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse".
Wir sind für Sie da, als Beraterteam rund um Ihr Tier und die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse".