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Borreliose Pferd

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Pferd

Borreliose beim Pferd – Symptome, Diagnose & natürlicher Zeckenschutz

Die unsichtbare Gefahr unter der Haut – was wir wissen, was wir tun können und warum Vorbeugung der wichtigste Hebel ist

Fachliche Einordnung

Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin Tierheilpraktikerin Nehls aus ihrer persönlichen Erfahrung mit ihren eigenen Tieren und als Tierheilpraktikerin mit eigener Praxis in verschiedenen Kapiteln beschrieben und dann im Team mit unserer Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) und auf Basis der Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert und unserer Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert.

Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV)
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig

Die Inhalte dienen der Information. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Versorgung. Die genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel, keine Arzneimittel.

Kurz erklärt

Borreliose ist eine durch Zeckenstich übertragene bakterielle Infektion (Erreger: Borrelia burgdorferi sensu lato). Beim Pferd verläuft sie oft schleichend mit unspezifischen Symptomen – Lahmheit, Mattigkeit, Hufrehe, Augenentzündungen, Hautveränderungen. Die typische „Wanderröte" wie beim Menschen ist unter dem Fell nicht erkennbar. Und das Wichtigste vorweg, weil es so viele Halter beruhigt: Ein positiver Bluttest heißt nicht automatisch, dass Ihr Pferd krank ist. Viele Pferde tragen Antikörper und bleiben ihr Leben lang gesund. Der wichtigste Hebel ist die Vorbeugung: stabile Immunsituation und konsequenter Zeckenschutz von außen und innen.

Kurz zusammengefasst – Borreliose beim Pferd
  • Übertragung durch Zeckenstich – in Deutschland sind je nach Region 5–35 % der Zecken Borrelien-Träger, in Hochrisikolagen mehr.
  • Die Borrelien wandern erst nach etwa 16–24 Stunden in die Stichstelle – wer die Zecke früh entfernt, senkt das Risiko deutlich.
  • Stille Infektion: Erste Anzeichen sind unspezifisch (Mattigkeit, Lahmheit, Fieber) – die typische Hautrötung ist beim Pferd unter dem Fell nicht zu sehen.
  • Positiv ist nicht gleich krank: 16–30 % der Pferde in Deutschland tragen Antikörper, die meisten ohne je zu erkranken.
  • Diagnose ist auch unter Tierärzten umstritten – Bluttests geben Hinweise, ein eindeutiger Nachweis ist schwierig.
  • Wichtigster Hebel: Vorbeugung durch starkes Immunsystem und konsequenten, natürlichen Zeckenschutz – innen wie außen.

Wenn Sie diesen Ratgeber lesen, steht vermutlich ein Verdacht im Raum. Vielleicht hat Ihr Pferd seit Wochen wechselnde Lahmheiten, die kein Schmied und kein Röntgenbild erklären. Vielleicht ist es einfach „nicht es selbst" – matt, lustlos, ein bisschen klamm. Und irgendwer hat das Wort Borreliose in den Raum gestellt. Das macht etwas mit einem.

Borreliose gehört zu den unauffälligsten und gleichzeitig herausforderndsten Krankheiten, mit denen Pferdehalter konfrontiert werden. Still und heimlich kann sie sich über Monate oder Jahre im Körper ausbreiten – mit Symptomen, die so vielfältig sind, dass sie selten sofort auf den Erreger zurückgeführt werden. Plötzliche Hufrehe, wechselnde Lahmheiten, Augenentzündungen, Rücken- und Gelenkprobleme – jedes einzelne dieser Bilder hat zunächst zahlreiche andere mögliche Ursachen. Genau das macht sie so zermürbend.

Hinzu kommt: Vieles, was wir über Borreliose wissen, stammt aus der Humanmedizin und lässt sich nur eingeschränkt auf das Pferd übertragen. Tierärzte und Forscher diskutieren bis heute kontrovers, welche Rolle Borrelien beim klinisch erkrankten Pferd tatsächlich spielen. Was wir aus über 26 Jahren Praxis im Tierheilkundezentrum Nehls beitragen können, ist kein Laborwissen, sondern Erfahrung: Wir sehen diese Pferde. Wir sehen, was hilft – und was den Haltern unnötig Angst macht.

Verbreitung und Infektionsrisiko – wo Zecken zur Gefahr werden

Zecken bevorzugen warme und feuchte Umgebungen. Mit milderen Wintern und feuchteren Sommern der letzten Jahre haben sich ihre Bedingungen deutlich verbessert: Sie vermehren sich stärker und sind länger im Jahr aktiv. In Deutschland sind je nach Region etwa 5–35 % der Zecken mit Borrelien infiziert, in einzelnen Lagen mehr. Aber – und das ist die Entwarnung, die in den meisten Texten untergeht – nicht jeder Stich führt zu einer Infektion, und längst nicht jede Infektion zu einer Erkrankung. Nach einem Zeckenstich kommt es nur in wenigen Prozent der Fälle überhaupt zu einer Infektion, und nur ein Bruchteil davon erkrankt klinisch.

Was viele nicht wissen: Die Borrelien sitzen im Darm der Zecke und müssen erst zu den Speicheldrüsen wandern, bevor sie übertragen werden. Das dauert in der Regel 16 bis 24 Stunden. Heißt im Klartext: Eine Zecke, die Sie nach dem Ausritt schnell finden und entfernen, hat oft noch gar nichts übertragen. Genau hier liegt einer der wirksamsten Hebel überhaupt – und er kostet nichts außer ein paar Minuten Aufmerksamkeit.

Als deutsche Hochrisikogebiete gelten vor allem Teile von Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und Rheinland-Pfalz. Auch in Brandenburg, Thüringen und Sachsen wurden zunehmend hohe Zeckenvorkommen mit Borrelienbelastung festgestellt. Diese Regionen zeichnen sich durch dichte Vegetation, Waldrandlagen, feuchte Böden und ein für Zecken günstiges Mikroklima aus – Bedingungen, denen Pferde auf Koppeln und bei Ausritten regelmäßig ausgesetzt sind.

Was bedeutet das für die Praxis?

Die Wahrscheinlichkeit einer klinischen Erkrankung pro einzelnem Stich ist statistisch niedrig. Aber die Zahl der Stiche pro Saison ist hoch – und genau das ist der Punkt. Wer regelmäßig kontrolliert und konsequent vorbeugt, senkt die Gesamtmenge an Risiko. Nicht der eine perfekte Schutz zählt, sondern die Summe der vielen kleinen Maßnahmen.

Stadium I – die heimliche Infektion

Im Anfangsstadium bleibt die Borreliose beim Pferd meist unentdeckt. Die ersten Symptome sind Mattigkeit, leichtes Fieber und Appetitverlust – Anzeichen, die man schnell als harmlosen Infekt abtut. Gelegentlich zeigen sich geschwollene Lymphknoten oder ein leichtes Lahmen durch steife Gelenke. Nichts davon ist spezifisch genug, um direkt an Borreliose zu denken. Und ehrlich: Kaum jemand denkt im ersten Moment daran.

Das typische Warnsignal beim Menschen – die kreisrunde Hautrötung („Wanderröte") rund um die Einstichstelle – bleibt beim Pferd unsichtbar. Das dichte Fell verdeckt die Hautreaktion. So bleibt der Erreger unbemerkt, während das Pferd nach außen vielleicht nur etwas matt wirkt. Diese Unsichtbarkeit ist das eigentlich Tückische.

Stadium II – die Ausbreitung im Organismus

Wochen, manchmal Monate nach der Infektion können sich die Bakterien im Körper verteilen. Sie bevorzugen gut durchblutete Bereiche wie Gelenke, Muskeln, Bänder – aber auch die Nerven. Charakteristisch sind in diesem Stadium:

  • Wechselnde Lahmheiten – mal vorne, mal hinten, mal links, mal rechts
  • Gelenkschmerzen ohne klar erkennbare mechanische Ursache
  • Fieberschübe bis 40 °C, kombiniert mit deutlicher Mattigkeit
  • Plötzlich auftretende Koliken oder Muskelverkrampfungen
  • Entzündungen der Augen, gelegentlich auch Hautveränderungen

Gerade die wandernde Lahmheit ist das, was Halter in den Wahnsinn treibt. Heute vorne links, in drei Tagen hinten rechts, dann eine Woche nichts. Man fängt an, sich zu fragen, ob man sich das einbildet. Tut man nicht. Genau dieses Hin und Her ist typisch.

Mögliche Folgen einer systemischen Ausbreitung reichen bis zu Herzmuskelentzündungen, Nierenschäden oder neurologischen Auffälligkeiten. Auch Hirnhautentzündungen oder ein Headshaking-Syndrom werden in Zusammenhang mit chronischer Borreliose diskutiert – ein direkter kausaler Nachweis ist beim Pferd allerdings selten möglich.

Stadium III – chronischer Verlauf

Bleibt eine Borreliose unbemerkt, kann sie nach Monaten bis Jahren in ein chronisches Stadium übergehen. Dann können rheumatische Schmerzen, hartnäckige Entzündungen in Muskeln und Gelenken sowie Belastungen von Herz, Nieren und Leber das Bild prägen. Degenerative Hautveränderungen, Entzündungen der Huflederhaut und neurologische Auffälligkeiten wie Ataxie oder Headshaking können hinzukommen.

In diesem Stadium steht typischerweise die Linderung der Beschwerden im Vordergrund – eine vollständige Rückbildung ist nur noch eingeschränkt möglich. Es dauert. Punkt. Genau deshalb ist die frühe Aufmerksamkeit so wichtig – und genau deshalb dieser Ratgeber.

Differenzialdiagnose im Blick behalten

Bei unklaren chronischen Beschwerden lohnt immer der Blick auf alternative Ursachen. Wichtig: Das Equine Cushing-Syndrom (PPID) zeigt teils ähnliche Symptome wie eine chronische Borreliose – Leistungsabfall, Lahmheit, Hufrehe-Episoden. Ein Tierarzt sollte beide Bilder in der Diagnostik berücksichtigen. Mehr zu plötzlicher oder chronischer Hufrehe siehe unseren Hufrehe-Ratgeber.

Diagnose beim Pferd – ein Puzzle aus vielen Teilen

Die Diagnose einer Borreliose beim Pferd gleicht oft dem Zusammensetzen vieler einzelner Hinweise. Fast alle Erkenntnisse stammen aus der Humanmedizin und lassen sich nur bedingt übertragen. Wir wissen heute nicht abschließend, wie stark Borrelia burgdorferi beim Pferd tatsächlich Krankheitsbilder verursacht – möglich ist auch, dass der Erreger zwar nachweisbar ist, aber weniger Schaden anrichtet als beim Menschen.

Hier ist der Punkt, der so vielen Haltern den Schrecken nimmt: In Deutschland tragen je nach Region 16 bis 30 % der Pferde Antikörper gegen Borrelien im Blut. Die allermeisten davon werden nie krank. Ein positiver Test beweist also nur eines – dass das Pferd irgendwann Kontakt mit dem Erreger hatte. Nicht mehr und nicht weniger. Wer mit einem positiven Befund in der Hand dasteht und denkt „jetzt ist alles aus", darf erst einmal durchatmen. Der Befund allein ist kein Urteil.

Erschwerend kommt hinzu, dass es verschiedene Unterarten gibt. Man spricht heute von Borrelia burgdorferi sensu lato, das sich unter anderem in B. burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii und Borrelia afzelii aufteilt. In den USA wird vor allem B. burgdorferi sensu stricto isoliert, in Europa kommen alle drei Genospezies vor. Da in den USA die häufigste Folge eine Arthritis (Gelenkentzündung) ist, wird angenommen, dass B. burgdorferi sensu stricto bevorzugt den Bewegungsapparat befällt. B. garinii zeigt eher disseminierte oder neurologische Verläufe (Neuro-Borreliose), B. afzelii hat eine Affinität zur Haut.

Was die Tierarztpraxis leisten kann

In der Praxis liefert ein Antikörpertiter-Test im Blut erste Hinweise auf einen Borrelien-Kontakt. Ob aktuell eine aktive Infektion vorliegt, lässt sich daraus aber nicht sicher ableiten – der Antikörperspiegel korreliert beim Pferd nicht eindeutig mit dem klinischen Bild. Genauer ist der Western Blot, der spezifische Eiweißstrukturen der Borrelien erkennt. Den eindeutigen Nachweis liefert nur der direkte Erregernachweis – etwa in einer Probe der Gelenkflüssigkeit oder des Rückenmarks. Solche Verfahren sind aufwendig und werden in der Praxis selten durchgeführt. Sinnvoll ist es, den Antikörpertest zu wiederholen und die Entwicklung der Werte zu beobachten, statt sich auf eine einzelne Momentaufnahme zu verlassen.

Forschungseinblick – was Versuche an Hunden zeigen

Zwangsinfizierte Hunde entwickelten unter Laborbedingungen 2–5 Monate nach dem Zeckenstich vor allem schubweise Lahmheiten. Diese traten zunächst leicht auf, nahmen innerhalb von drei Tagen zu und verschwanden nach vier Tagen wieder. Betroffen waren vor allem Ellenbogen-, Karpal- und Kniegelenke. Auf eine erste Episode folgten häufig weitere – mit Abstand von Wochen, teils an anderen Gelenken. Abgesehen von Fieberschüben (39,5–40 °C) und Apathie zeigten die Hunde während der 17-monatigen Beobachtung keine weiteren klinischen Anzeichen. Dieses Bild zeigt, wie unauffällig Borrelien im Körper agieren können – ohne dramatische Symptome auszulösen.

Klassische Versorgung – wenn die Diagnose steht

Steht die Diagnose Borreliose im Raum, ist die konventionelle tierärztliche Versorgung meist eine längere Antibiotikabehandlung – häufig mit Doxycyclin oder Tetracyclin. Das ist nach aktuellem Stand das Mittel der Wahl bei nachgewiesener Borreliose und gehört in die Hände des Tierarztes. Das stellen wir nicht infrage. Bei einer aktiven Borreliose ist das der richtige Weg.

Auf zwei Punkte ist aus unserer Erfahrung trotzdem hinzuweisen:

  • Antibiotika wirken in den aktiven Phasen. Borrelien können sich in Ruhezustände zurückziehen, in denen sie schlechter erreichbar sind. Aus der Forschung ist bekannt, dass die Bakterien diese Form annehmen können – eine vollständige Erreger-Elimination ist nicht in jedem Fall sicher. Deshalb kommt es manchmal trotz korrekter Behandlung zu erneuten Schüben.
  • Eine längere Antibiotikagabe belastet die Darmflora. Und der Darm ist beim Pferd die Schaltzentrale für so vieles. Eine begleitende Unterstützung des Darmmilieus kann sinnvoll sein, um das mikrobielle Gleichgewicht zu stabilisieren.

Der Wissenschaftler Ritchie C. Shoemaker hat in der Humanmedizin darauf hingewiesen, dass von Borrelien freigesetzte Neurotoxine zusätzlich Entzündungsbotenstoffe (Zytokine) stimulieren können. Selbst wenn die Erreger zurückgedrängt scheinen, können solche Folgereaktionen Symptome aufrechterhalten. Auch beim Pferd hören wir von Haltern immer wieder denselben Satz: „Die Antibiose ist durch – aber so richtig gut ist er immer noch nicht." Das ist kein Einbilden. Genau hier setzt unsere begleitende Arbeit an.

Wie wir im THZ begleiten

Vor diesem Hintergrund setzen wir im Tierheilkundezentrum Nehls bei Borreliose auf einen ganzheitlichen, unterstützenden Weg – immer neben dem Tierarzt, nie statt seiner. In unserer Begleitung kommen naturheilkundliche und homöopathische Mittel zum Einsatz, die das Immunsystem stabilisieren und die Gelenke fütterungsbezogen unterstützen können. Zur individuellen Einordnung nutzen wir die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" – einen nicht wissenschaftlich anerkannten Informationstest – und entwickeln daraus einen Begleitplan, der zu genau diesem Pferd passt. Der Tierarzt bleibt dabei immer eingebunden.

Das Immunsystem als wichtige Grundlage

Die vielleicht wichtigste Nachricht steht schon weiter oben, aber sie verdient es, wiederholt zu werden: Nicht jedes infizierte Pferd entwickelt klinische Symptome. Ein stabiles Immunsystem kann mit den Erregern oft besser umgehen. Artgerechte Haltung mit viel Bewegung, eine stressarme Umgebung und eine ausgewogene Fütterung sind deshalb die Grundlage jeder Borreliose-Vorsorge. Bei der Fütterung empfehlen sich hochwertige, naturbelassene Komponenten – fütterungsbezogen können beispielsweise Nehls Allergosan-Kräuter die Immunbalance unterstützen.

Doch selbst das robusteste Immunsystem kann den Zeckenstich an sich nicht verhindern. Genau deshalb gilt: Jede Zecke, die gar nicht erst zubeißt, reduziert das Risiko. Mit milden Wintern und veränderten Klimabedingungen sind Zecken inzwischen vom Frühjahr bis spät in den Herbst aktiv. Konsequenter Zeckenschutz ist wichtiger denn je.

Wo stehen Sie gerade? Zwei Wege – je nach Situation
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Pferd ist gesund, Sie wollen den Schutz von Frühjahr bis Herbst aufbauen – innen wie außen. Komplettpaket für die Saison.

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Natürliche Zeckenabwehr – von außen und innen

Spot-On-Präparate und chemische Insektizide können Nebenwirkungen haben oder die Haut reizen. Die Naturheilkunde bietet sanftere Alternativen, mit denen sich Zecken und andere Plagegeister fernhalten lassen. Aus über 26 Jahren Praxis haben wir im THZ ein abgestimmtes Konzept entwickelt, das innere und äußere Maßnahmen verbindet. Kein Wundermittel – sondern ein Zusammenspiel, das in der Summe wirkt.

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Bündelt die vier Produkte unten in einer Saisonbox: Insekt-Öl, Parasitweg-Spray, Pflegepuder und Haut-Vet. Das wirtschaftliche Komplettpaket für Halter, die innere und äußere Abwehr konsequent kombinieren möchten.

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Schutz von außen – Öl, Spray und Puder

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Pflanzenöl-Mischung aus Sonnenblumen-, Oliven-, Avocado-, Schwarzkümmel- und Nachtkerzenöl, kombiniert mit ätherischen Ölen aus Zitrone und Eukalyptus. Dünn entlang der Rückenlinie aufgetragen – pflegt die Haut, und der charakteristische Duft kann die Hautoberfläche für Insekten weniger attraktiv machen.

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So passt alles zusammen

Außen halten Insekt-Öl oder Parasitweg-Spray plus Pflegepuder die Plagegeister vom Fell fern. Innen begleitet Haut-Vet den Hautstoffwechsel über die ganze Saison. Ein gesundes, dichtes Fell ist gleichzeitig die beste natürliche Barriere – Zecken finden schwerer Halt. Halter berichten uns immer wieder, dass ihre Pferde mit dieser Kombination spürbar weniger Zecken mit nach Hause bringen.

Und die Stallgefährten? Hunde & Katzen mit Zecken-Risiko

Auch Hunde und Katzen rund um den Stall sind betroffen – sie können selbst Borreliose oder andere zeckenübertragene Krankheiten entwickeln und unter Umständen Zecken einschleppen. Für sie haben wir den Nehls Zecken Mix entwickelt: ein lokal anzuwendendes Mittel auf Basis von Essig, Knoblauch und Zitrone – allergenfrei, ungiftig auch bei Fellpflege durch das Tier. Tropfenweise entlang der Rückenlinie aufgetragen. Wichtig für Katzenhalter: Niemals ätherische Öle, Teebaumöl oder hundespezifische Spot-ons auf die Katze – das kann für Katzen giftig sein. Im Zweifel bei uns oder der Tierärztin nachfragen.

Zeckenkontrolle & richtiges Entfernen

Auch der beste Schutz ist nicht hundertprozentig. Wer regelmäßig kontrolliert, fängt Zecken früh – und weil die Übertragung erst nach etwa 16–24 Stunden beginnt, ist genau das oft der entscheidende Unterschied.

  • Nach jedem Weidegang und Ausritt das Fell abtasten – besonders Brust, Bauchlinie, Schenkelinnenseiten, Ganaschen und Mähnenkamm.
  • Zecke mit einer feinen Zeckenzange so nah wie möglich an der Haut greifen, gerade herausziehen, nicht drehen.
  • Einstichstelle beobachten – bei deutlicher Rötung, Schwellung oder Allgemeinsymptomen Tierarzt informieren.
  • Keine Hausmittel wie Öl, Klebstoff oder Alkohol auf die Zecke geben – das kann die Übertragung von Erregern sogar fördern.

Häufige Fragen zur Borreliose beim Pferd

Wie erkenne ich Borreliose beim Pferd?
Eindeutige Symptome gibt es nicht. Häufig sind wechselnde Lahmheiten, Mattigkeit, Leistungsabfall, Fieber, Gelenkschmerzen, Hautveränderungen, Augenentzündungen oder Hufrehe. Da diese Symptome viele andere Ursachen haben können, ist die Diagnose immer eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Anamnese (war das Pferd Zecken ausgesetzt?) und Labordiagnostik beim Tierarzt.
Ist Borreliose beim Pferd heilbar?
Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. In frühen Stadien lässt sich die Infektion oft gut zurückdrängen – meist mit einer Antibiose, begleitet durch immununterstützende Maßnahmen. Im chronischen Stadium ist eine vollständige Beschwerdefreiheit schwieriger zu erreichen. Wichtig: Selbst nach einer scheinbar erfolgreichen Antibiose können Symptome zurückkehren, weil Folgereaktionen (z. B. durch Toxine) bestehen bleiben können. Die Antikörper selbst bleiben übrigens oft ein Leben lang nachweisbar.
Kann ein Pferd ohne klinische Symptome Borrelien-positiv sein?
Ja, und das ist sogar der Normalfall. In Deutschland tragen je nach Region 16–30 % der Pferde Antikörper gegen Borrelien, ohne jemals klinische Symptome zu zeigen. Ein positiver Test beweist daher Kontakt mit dem Erreger, nicht zwingend eine aktive Erkrankung. Deshalb ist die alleinige Antikörperbestimmung beim Pferd nur ein Baustein der Diagnostik – kein Urteil.
Wann ist Zeckensaison beim Pferd?
Zecken werden ab etwa 5–7 °C aktiv. Mit milderen Wintern verlängert sich die Saison: Sie reicht heute oft von Februar/März bis November. Hauptzeiten mit besonders hoher Aktivität sind Frühjahr und Spätsommer/Herbst.
Wie schnell überträgt eine Zecke Borrelien?
Nicht sofort. Die Borrelien sitzen im Darm der Zecke und müssen erst zu den Speicheldrüsen wandern – das dauert in der Regel 16 bis 24 Stunden. Deshalb ist schnelles Auffinden und Entfernen der Zecke einer der wirksamsten Schutzhebel überhaupt. Eine zügig entfernte Zecke hat oft noch gar nichts übertragen.
Welche Symptome sind verdächtig auf Stadium II oder III?
Wechselnde Lahmheiten ohne erkennbare mechanische Ursache, wiederkehrende Fieberschübe, plötzliche Hufrehe, Augenentzündungen, Headshaking-Symptome, neurologische Auffälligkeiten wie Koordinationsstörungen (Ataxie) oder anhaltende Leistungsschwäche. Solche Symptome immer tierärztlich abklären lassen – Differentialdiagnose Cushing nicht vergessen.
Was ist die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" und was kann sie bei Borreliose?
Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" ist ein nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest. Sie kann individuelle Belastungsmuster und mögliche Organbelastungen sichtbar machen und ist Grundlage für unsere Begleitempfehlungen. Sie ersetzt nicht die tierärztliche Diagnostik, kann aber ergänzend genutzt werden, um die individuelle Fütterungs- und Naturheilkunde-Begleitung gezielt aufzustellen.
Schützt mein Pferd ein dichtes Fell vor Zecken?
Teilweise. Ein gesundes, dichtes Fell macht es Zecken schwerer, an die Haut zu gelangen – ersetzt aber keinen aktiven Schutz. Stark behaarte Pferde sind nicht zeckenfrei, sondern oft schwerer kontrollierbar, weil Zecken im Fell länger unentdeckt bleiben.
Was ist die Differenzialdiagnose Cushing?
Das Equine Cushing-Syndrom (PPID) kann Symptome zeigen, die einer chronischen Borreliose ähneln: Leistungsabfall, Hufrehe-Neigung, wechselnde Lahmheiten, Müdigkeit, Fellveränderungen. Bei unklaren chronischen Beschwerden sollte ein erfahrener Tierarzt beide Erkrankungen in der Diagnostik berücksichtigen. Mehr zum Thema im EMS-/Cushing-Ratgeber.

Welche individuelle Belastungssituation hat Ihr Pferd?

Bei Verdacht auf Borreliose oder unklaren chronischen Beschwerden hilft die ehrliche Einordnung der Gesamtsituation. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" macht individuelle Belastungsmuster sichtbar und ist Grundlage für einen Begleitplan, der zu Ihrem Pferd passt. Auch wenn Sie skeptisch sind – rufen Sie an, wir nehmen das nicht persönlich. Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →

Fazit – Vorbeugen ist der wichtigste Hebel

Borreliose beim Pferd bleibt eine vielschichtige Herausforderung – schwer zu diagnostizieren, schwer zu therapieren, in den Verläufen sehr unterschiedlich. Umso wichtiger ist es, der Krankheit zuvorzukommen. Mit einer Kombination aus stabiler Immunsituation, sanfter natürlicher Zeckenabwehr und regelmäßiger Fellkontrolle lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Jede Zecke, die nicht zubeißt, ist ein Gewinn – und jede, die Sie früh entfernen, ebenso. Und wenn der Befund doch einmal positiv ausfällt: Atmen Sie durch. Positiv ist nicht gleich krank. Frühjahr und Sommer mit Pferden sollen Freude machen, nicht Sorge.

Wenn Sie reden wollen

Unser erfahrenes Beratungsteam mit Josi, Sabrina, Sina & Vanessa begleitet Pferdehalter bei Verdacht auf Borreliose, unklaren chronischen Beschwerden und der Frage nach dem richtigen Zeckenschutz – aus über 26 Jahren Praxis. Bei schwierigen Fällen bringt sich unsere Tierärztin Katrin Knecht ein. Und falls Sie gerade mit einem positiven Befund dasitzen und nicht weiterwissen: Rufen Sie an. Lieber einmal zu viel gefragt als eine Saison lang gegrübelt. Wir sind für Sie/Euch da – per Beratung oder über die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse".