Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) bei der Katze
Sie frisst mehr als früher und wird trotzdem dünner: was dahintersteckt, was der Tierarzt tut und worauf es im Napf ankommt.
Bei der Schilddrüsenüberfunktion bildet die Schilddrüse der Katze zu viel Hormon, meist wegen einer gutartigen Wucherung des Drüsengewebes. Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren: Die Katze frisst viel und nimmt trotzdem ab, ist unruhig, miaut laut und trinkt mehr. Betroffen sind vor allem Katzen über sieben Jahre.[1] Die Diagnose stellt der Tierarzt über das Blut; behandelt wird mit Medikamenten, Radiojod, einer Operation oder einer jodarmen Diät. Wir begleiten daneben die Fütterung – und schauen auf Niere, Leber und Herz, die bei diesen Katzen mitbetroffen sein können.
- Bei der Katze ist die Überfunktion die typische Schilddrüsenerkrankung, beim Hund die Unterfunktion.
- Leitzeichen: Gewichtsverlust trotz großem Appetit, Unruhe, lautes Miauen, viel Durst.
- Unbehandelt belastet die Überfunktion Herz und Blutdruck.[1]
- Die Behandlung gehört in tierärztliche Hand. Kräuter ersetzen sie nicht.
- Unter jodarmer Diät darf die Katze nichts anderes fressen – auch nichts von uns.[1]
- Wird die Schilddrüse eingestellt, kann eine bis dahin verdeckte Nierenerkrankung sichtbar werden.[1]
- Im Futter achten wir auf „Schlund" und auf zusätzliche Jodquellen.
Wenn die Diagnose steht und Ihre Katze Tabletten oder Ohrgel bekommt. Dann bleibt das Medikament die Basis, und wir begleiten fütterungsseitig den Hormonstoffwechsel: mit Nehls flüssig Hormo Vet Katze, öligen Tropfen aus der Rezeptur unserer Tierärztin Katrin Knecht. Starten Sie mit der 10-ml-Probe und sehen Sie, ob Ihre Katze das Futter damit annimmt. Empfohlen sind mindestens sechs Wochen, ideal drei Monate, zweimal täglich. Sagen Sie Ihrem Tierarzt, was Sie zufüttern.
Wenn Ihr Tierarzt eine jodarme Diät verordnet hat. Dann füttern Sie bitte nichts dazu – keine Leckerlis, keine Kräuter, keine Öle, auch nicht von uns. Was nach der Diät oder bei einem Wechsel der Behandlung passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826.
Wenn Ihre Katze eingestellt ist, aber weiter abnimmt, unruhig bleibt oder neue Werte auffallen. Dann gehört sie zuerst zur Kontrolle in die Tierarztpraxis. Wer danach tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Wenn Sie die Fütterung auf eine klare Basis stellen wollen. Dann beginnt es im Napf: Nassfutter mit vollständig deklarierter Zusammensetzung, etwa das Nehls Geflügel-(Truthahn)-Menü, ein Alleinfuttermittel für Katzen. Worauf wir dabei achten, steht weiter unten ↓.
Alle genannten Produkte sind Futter- bzw. Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Was bei der Überfunktion passiert
Die Schilddrüse liegt mit zwei Lappen am Hals und bildet Hormone, die den Grundumsatz, die Wärmebildung, den Herzschlag und das Nervensystem steuern. Bei der Überfunktion wuchert das Drüsengewebe und bildet mehr Hormon, als der Körper braucht. In den meisten Fällen ist die Wucherung gutartig; bei rund 70 Prozent der Katzen sind beide Lappen betroffen, bösartige Tumoren machen weniger als 3 Prozent aus.[1]
Die Folge: Der Körper verbrennt mehr, als die Katze fressen kann. Sie baut Fett und Muskeln ab, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck kann steigen.
Und die Unterfunktion?
Sie ist beim Hund die häufige Form, bei der erwachsenen Katze selten. Am ehesten entsteht sie als Folge der Behandlung, nach Radiojod oder einer Operation.[1] Die Katze wird dann träge, nimmt zu und sucht Wärme. Auch das gehört in die Kontrolle beim Tierarzt.
Symptome – woran Sie die Überfunktion erkennen
- Gewichtsverlust, obwohl die Katze gut oder sogar gierig frisst
- Unruhe, Rastlosigkeit, lautes Miauen, oft nachts
- mehr Durst und mehr Urin
- Erbrechen, große Kotmengen oder Durchfall
- struppiges, ungepflegtes Fell
- Muskelabbau
- schneller Herzschlag
Was wir aus 26 Jahren Praxis sehen: Diese Zeichen werden lange als Alter abgetan. Eine ältere Katze, die deutlich mehr frisst und trotzdem abnimmt, gehört zur Blutuntersuchung.
- 24 Stunden ohne Fressen: am selben Tag zum Tierarzt
- Keine Hungerphasen – bei Katzen kann daraus eine Fettleber entstehen
- Appetitverlust unter Medikamenten immer dem Tierarzt melden
- Soll eine Katze später wieder abnehmen: höchstens 2 bis 5 Prozent pro Monat
Diagnose und tierärztliche Behandlung
Der Tierarzt misst das Schilddrüsenhormon T4 im Blut. Bei 5 bis 10 Prozent der erkrankten Katzen liegt der Wert trotzdem im Normalbereich – dann braucht es weitere Tests.[1] Zur Abklärung gehören auch Blutdruck, Nieren- und Leberwerte.
Für die Behandlung gibt es vier Wege:[1]
- Medikamente mit dem Wirkstoff Thiamazol, als Tablette oder als Gel für die Ohrmuschel. Sie bremsen die Hormonbildung, solange sie gegeben werden. Dazu gehören regelmäßige Blutkontrollen.
- Radiojod. Das erkrankte Gewebe wird gezielt zerstört. In der Fachliteratur gilt die Radiojodbehandlung als Mittel der Wahl mit Aussicht auf Heilung. Sie erfordert einen Klinikaufenthalt.
- Operation. Das veränderte Gewebe wird entfernt. Werden beide Lappen operiert, kann der Kalziumhaushalt entgleisen.
- Jodarme Diät. Ohne Jod kann die Schilddrüse kein Hormon bilden. Die meisten Katzen erreichen damit nach 8 bis 12 Wochen normale Werte – aber nur, wenn sie ausschließlich dieses Futter bekommen.
Der häufigste Fehler aus unserer Sicht: neben der jodarmen Diät weiterzufüttern. Ein Leckerli, ein Löffel Kräuter, eine gefangene Maus – und die Diät trägt nicht mehr. Das gilt ausdrücklich auch für unsere Produkte.
Welcher Weg passt, entscheidet Ihr Tierarzt mit Ihnen. Wichtig ist die Kontrolle danach: Sobald die Schilddrüse eingestellt ist, kann eine bis dahin verdeckte Nierenerkrankung sichtbar werden.[1] Der Grund: Die Überfunktion lässt die Nieren stärker arbeiten, und die Nierenwerte sehen besser aus, als sie sind. Mehr dazu im Ratgeber Niereninsuffizienz bei der Katze.
Wie wir begleiten – die Fütterung neben der Behandlung
Aus unserer Erfahrung als Tierheilpraktiker beginnt unsere Arbeit im Napf. Die Behandlung der Schilddrüse bleibt beim Tierarzt.
„Schlund", Jod und genug Energie
In vielen Katzenfuttern steht „Schlund" in der Zusammensetzung. Am Schlund kann Schilddrüsengewebe hängen bleiben – dann bekommt die Katze mit dem Futter Schilddrüsenhormon mit. Dass schilddrüsenhaltiges Fleisch im Futter die Hormonwerte verändern kann, ist für Hunde beschrieben.[2] Lesen Sie deshalb das Etikett.
Bei unseren Alleinfuttern steht die Zusammensetzung vollständig auf der Dose: Das Truthahn-Menü enthält Truthahnfleisch, Truthahnherz und Truthahnleber, das Geflügeltöpfchen Hühnerfleisch, Hühnerherzen und Entenleber – laut Deklaration ohne Schlund, ohne Seealgen und ohne zugesetztes Jod.
Zusätzliche Jodquellen füttern wir bei Schilddrüsenkatzen nicht. Das betrifft auch unser eigenes VetLine Surf and Turf: Die Rezeptur enthält natürliches Jod aus Seealgen und Algenkalk.
Eine Katze, die stark abgenommen hat, braucht Energie und hochwertiges Eiweiß. Bieten Sie mehrere kleine Mahlzeiten am Tag an, zimmerwarm.
Teebaumöl, Knoblauch, Wermut und konzentrierte ätherische Öle. Das gilt auch für gut gemeinte Hausmittel bei unruhigen oder abgemagerten Katzen.
Niere und Leber im Blick behalten
Das Nehls-Argument: Eine Schilddrüsenkatze ist fast immer eine ältere Katze, und bei ihr arbeitet kein Organ für sich. Die Überfunktion treibt Herz und Kreislauf an, die Leberwerte sind oft erhöht,[1] und die Niere zeigt ihren wahren Zustand manchmal erst nach der Einstellung. Wenn Darm, Leber oder Niere aus dem Takt sind, ist das aus unserer Erfahrung die Ursache von sehr vielem. Deshalb schauen wir nie nur auf den T4-Wert. Mehr zur Leber steht im Ratgeber Lebergesundheit bei der Katze.
Nehls flüssig Hormo Vet Katze
Flüssiges Ergänzungsfuttermittel auf Basis von Weizenkeim- und Nachtkerzenöl, entwickelt von Tierärztin Katrin Knecht gemeinsam mit Tierheilpraktikerin Siebert. Zweimal täglich als Tropfen ins Futter, je nach Gewicht 6 bis 14 Tropfen, mindestens sechs Wochen.
Wann dieses? Für ältere Katzen, bei denen sich Alltag, Fellbild oder Fressverhalten verändern – begleitend zur tierärztlichen Behandlung, nie an ihrer Stelle. Nicht während einer jodarmen Diät.
→ Nehls flüssig Hormo Vet Katze ansehenNehls flüssig Leber & Nieren Katze
Ölige Tropfen aus derselben Reihe, ebenfalls von Katrin Knecht entwickelt. Zweimal täglich ins Futter, mindestens sechs Wochen, Einstieg mit der 10-ml-Probe.
Wann dieses? Wenn Ihr Tierarzt nach der Einstellung der Schilddrüse auch Niere oder Leber kontrolliert und Sie die Fütterung darauf abstimmen wollen.
→ Nehls flüssig Leber & Nieren Katze ansehenWas Katzenhalter berichten
Erfahrungen einzelner Katzen sind individuell und nicht übertragbar. Bei Appetitverlust oder Gewichtsabnahme gilt immer: zuerst Tierarzt.
„Meine ‚Mausi' wurde jahrelang mit einer hohen Schilddrüsendosis behandelt und verlor zunehmend ihren Appetit. […] Wir haben eine sehr ruhige und zufriedene Katze, die nicht mehr nur am Futter herumschleckt, sondern es auch bis auf den letzten Krümel aufputzt."
Halterin von Katze Mausi, 16 Jahre, Freigängerin
Wo wir bei Ihrer Katze anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr.
Häufige Fragen zur Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze
Eingestellt – und trotzdem nicht die Alte?
Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich. Wenn die Schilddrüsenwerte stimmen und Ihre Katze trotzdem mager oder unruhig bleibt, schauen wir auf das, was daneben läuft: Fütterung, Niere, Leber, Darm, Mineralstoffe. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" ist dafür unser Werkzeug, keine Wahrheit – die Grundlage für einen Begleitplan, den Tatjana Siebert und unser Team mit Ihnen besprechen. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →- Heseltine, J. (2024): Hyperthyroidism in Animals. MSD Veterinary Manual. msdvetmanual.com
- Zeugswetter, F. K., Vogelsinger, K., Handl, S. (2013): Hyperthyroidism in dogs caused by consumption of thyroid-containing head meat. Schweizer Archiv für Tierheilkunde 155(2), 149–152. Volltext (PDF)
